Slow Fashion: Nachhaltige Mode und bewusste Mode

Slow Fashion: Nachhaltige Mode und bewusste Mode

 

„Ich bin gegen Mode, die vergänglich ist, ich kann nicht akzeptieren, dass man Kleidung wegwirft, nur weil Frühling ist.“

Coco Chanel

Slow Fashion ist die Gegenbewegung zu Fast Fashion und steht für einen bewussteren Umgang mit Mode.

Um ein bewusstes Konsumverhalten sind die meisten Menschen bemüht, sei es bei der Ernährung, bei der Mobilität aber auch bei der Kleidung, denn was wir anziehen, betrifft nicht nur uns selbst, sondern auch unseren Planeten. Doch vielen Menschen fällt es schwer, von konventioneller Mode loszukommen, da das Angebot von Fast Fashion überpräsentiert ist, oder sie auch nicht auf das riesige Angebot von Fast Fashion verzichten möchten. Fast Fashion vermittelt uns außerdem einen falschen Eindruck von echten Produktionskosten.

Hier gebe ich Dir ein paar Tipps wie und wo Du nachhaltige Mode bekommst und wie Du es schaffst, bewusster zu konsumieren.

 

Was genau ist nachhaltige Mode?

Slow-Fashion soll einen Bewusstseinswandel im Umgang mit der Mode bei uns Verbrauchern herbeiführen, damit wir unser Konsumverhalten ändern lernen, Qualität wertschätzen und somit Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt übernehmen.

Soll heißen, wenn wir weniger aber dafür bessere und nachhaltige Kleidung kaufen, gehen wir automatischen besser mit den Ressourcen um. Wir müssen natürlich bereit sein, dafür etwas mehr Geld auszugeben und beispielsweise unbedachte Spontankäufe vermeiden. Wenn wir zu viel konsumieren, entsteht eine hohe Nachfrage, die zur Massenproduktion führt. Die wiederum ist nur möglich, wenn man Näherinnen niedrige Löhne zahlt, sie bis zu 20 Stunden am Tag arbeiten lässt und Klamotten aus minderwertigem Material herstellt. Die Lösung für dieses Problem ist leicht, sie lautet weniger konsumieren!

Einige Modemarken setzten bereits auf Nachhaltigkeit.

Viele große Fast Fashion Anbieter wie beispielsweise Zara, Asos, Mango und H&M bieten in letzter Zeit  nachhaltige Kollektionen an und haben teilweise eigene Ökolabels im Sortiement.

Unsere Kleiderschränke quellen über, aber wir nutzen tatsächlich nur einen kleinen Teil davon, vieles davon ist wahrlos zusammengewürfelt und kann nicht miteinander kombiniert werden. Teilweise sind es sogar Fehlkäufe, die nie getragen werden.

Unsere Kleidung sollte aber natürlich auch zu unserem Stil passen, wir sollten uns darin wohlfühlen, sie sollte der Figur schmeicheln, die Farbe sollte gut zu uns passen und die Kleidung an sich zu unserem Lebensstil passen.

Es gibt viele Möglichkeiten, unser Konsumverhalten in Sachen Mode zu ändern und trotzdem stilvolle Kleidung zu tragen.

Hier ein paar Beispiele:

Second Hand, Kleiderkreisel und Kleidertausch, grüne Modemarken, Capsule Wardrobe, Kleidung reparieren.

1. Second Hand

Second Hand Kleidung hat sich in der Modeszene etabliert. Statt immer den neuesten Trends hinterherzulaufen, können wir durch Second-Hand-Käufe Kleidung zu einem längeren Leben verhelfen. Wer verantwortungsvoll konsumieren möchte, sollte sich vor jeder Anschaffung fragen: Muss es wirklich neu sein? Denn es gibt viele gute Gründe, warum es sich lohnt, Second Hand zu kaufen oder gebrauchte Kleidung wieder zu verkaufen. In Großstädten gibt es viele tolle Second-Hand-Läden, die günstig Markenklamotten, Unikate oder Vintage-Teile anbieten. Aber auch auf Internet-Plattformen wie Kleiderkreisel, Klamottenbox, Kleiderkorb, kann man seine gebrauchte Kleidung einstellen und hochwertige Second-Hand-Ware einkaufen.

2. Kleider mieten

Wer etwas für einen ganz bestimmten Anlass benötigt und weiß, dass es danach wenig Gelegenheit gibt, es wieder zu tragen, kann sich dafür auch sogar Luxus-Kleidung mieten. Das schont den Geldbeutel, und der Kleiderschrank wir nicht weiter überlastet mit einem Teil, das zu wenig getragen wird. Dafür gibt es Online-Portale wie beispielsweise Kleiderei. Warum also anlassbezogene Kleidung kaufen, wenn man sie auch mieten kann.

3. Kleider tauschen

Für Menschen, die gute Kleidung im Schrank haben, sie aber nicht mehr tragen, ist auch eine Kleidertauschparty eine Alternative. Hier trifft man sich mit Gleichgesinnten, bringt seine Schätze mit und findet garantiert dafür ein anderes schönes Teil. So etwas kann man toll mit Freunden oder Bekannten organisieren, und es funktioniert auch im kleineren Kreis. Es ist gesellig und macht riesig Spaß. Auch Accessoires sind auf solchen Partys herzlich willkommen.

4. Grüne Modemarken kaufen

Es gibt viele faire Modemarken,  beispielsweise von Armedangels, Veja und Hessnatur. Sie sind ein Beispiel, wie man zeitgemäßes Design und Nachhaltigkeit schick und stilvoll zusammenbringt. Ich habe Dir hier einmal die Bestenliste vieler nachhaltiger Modemarken herausgesucht: https://utopia.de/bestenlisten/modelabels-faire-mode/

5. Capsule Wardrobe

Das Prinzip des Capsule Wardrobe ist, wenige Teile, dafür viele Lieblingsteile im Kleiderschrank zu haben, die zeitlos und gut kombinierbar sind. Lese dazu auch meinen Blogbeitrag Capsule Wardrobe – Minimalismus liegt im Trend . Alle zwei bis drei Monate arrangierst Du Deinen Kleiderschrank neu und erstellst eine Liste von Kleidungsstücken, die Du wirklich benötigst.

6. Kleidung reparieren

Auch abgefallene Knöpfe, oder kleine Risse sind kein Grund ein Kleidungstück einfach wegzuwerfen, denn solche Mängel kannst Du gut reparieren. In unserem Kleiderschrank befindet sich oft mehr, als wir überhaupt tragen können. Sortiere Deinen Kleiderschrank, und Du wirst staunen, was Du alles miteinander kombinieren kannst. Mache Dir am besten von Deinen Kombis ein Foto und klebe es Dir in den Kleiderschrank. Kleidung, die Du absolut nicht mehr tragen kannst, spende am besten für wohltätige Zwecke.

Slow Fashion bzw. bewusste Mode ist natürlich teurer als die gängige billige Mode. Dafür wird nachhaltige Mode meist schonender produziert, dadurch hält sie natürlich auch viel länger. Wenn wir weniger kaufen, dafür hochwertiger und nachhaltiger, relativiert sich der Preis wieder, und Du tust etwas Gutes für die Umwelt und somit auch für Dich. Selbst die modebewussten Frauen früherer Generationen haben maßvoll eingekauft und Wert auf Langlebigkeit gelegt. Unser Kaufverhalten wäre ihnen völlig fremd gewesen.

 

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